Herzlich willkommen auf meinen  Seiten der  TATZENHILFE

Wie alles begann

 

Meine Tierliebe wurde mir in die Wiege gelegt, meine Großmutter hat sie noch verstärkt. 1970 glaube ich war es, als sie meinte, wenn dir noch immer fad ist, tu was, tu was Schönes, was Gutes. Damals spielte ich im Verein Fussball, trainierte Leichtathletik, nahm an Turnieren teil. Dennoch, das wars nicht.

Ich meldete mich bei unserem damals einzigen TH als Hundespaziergängerin an, ich war aber noch zu jung, so dass ich mich für die Mithilfe im Katzenhaus begeisterte. Jede freie Minute ging ich also zu „meinen“ Katzen.

Als ich mit 16 von zu Hause auszog, nahm ich mir eine Katze vom TH, eine ältere, die keinen anderen duldete. Sie bekam den Namen Zuumi. Ich hatte damals schon ein großes Wissen über Katzen aufgebaut, schon einige Katzengeburten miterlebt.

Einige Jahre später meldete ich mich in einem Zuchtverein an. Ich züchtete erfolgreich  BKHs, führte einen sehr großen Haushalt, hatte inzwischen 4 Kinder. Nebenbei kümmerte ich mich um die armen Bauernhofkatzen und Streuner, nahm an Kastrationsprojekten aktiv teil.

Später schied ich aus dem Zuchtverein und auch aus dem Tierschutzverein aus, wollte auf eignen Füßen stehen, mein „eigener Herr“ sein. Das sprach sich herum, so dass bald die erste „Katzenschachtel“ mit halbverhungerten Katzenbabys vor meinem Auto stand. Egal wo ich auch wohnte, man fand mich überall, vor allem die tragenden, hungernden und verletzten Tiere.

Über TS-Stellen bekomme ich immer wieder tragende Katzen, die bei mir ihre Kätzchen bekommen und auch liebevoll aufgezogen werden. Auch viele mutterlose Kätzchen sind dabei, die dann per Hand großgezogen werden müssen. Sind kranke Tiere dabei, wie z. B. ein einäugiger schwarzer Kater, oder der Felix, der wochenlang beide Augen schlimm vereitert hatte, bleiben diese für immer bei mir und werden nicht weitervermittelt. Auch von meiner letzten Katzenmami, der Tigerlilly, wird ein Katerchen (der kleine Honda) hier bleiben. Sein Geburtsgewicht lag bei 56 g, ich kämpfte mit allen Mitteln um sein Überleben.

Es leben hier auch viele Katzen, die dem Menschen überflüssig geworden sind, weil Urlaubszeit war oder Allergien auftraten, die sehr scheu sind und sich nicht anfassen lassen, viele, die getötet werden sollten, all die bekommen hier Wärme, Futter und Liebe. Zur Zeit sind es 21 ausgewachsene Katzen und Kater und einige  Kitten, die bald ihr Nesterl hier verlassen werden.

Seit gut 7 Jahren hilft mir meine Tochter bei dieser wunderschönen Aufgabe, die manchmal anstrengend ist - aber wir beide wollen unsere Tiere nicht mehr missen und auch unsere Hilfe keinem Tier verwehren, das diese Hilfe dringend benötigt.

WIE AUS DEM KOHLENKATER   HAPPY  WURDE

 

 Um Weihnachten 2007 wurde ich krank. Eine Verkühlung führte fast zum Verhängnis oder doch zum großen Glück? Wochenlang plagten mich schon Kopfschmerzen, Schnupfen, Hustenkrämpfe, Muskelschmerzen, ja alles tat mir furchtbar weh. Bin auch kein Arztgeher, kann mir nicht eingestehen, dass ich krank bin, habe ja meine geliebten Katzis zu versorgen. Bis zum 30. Jänner 2008. Naja, dann fuhr ich halt zu meiner Ärztin und meldete mich bei der Sprechstundenhilfe an. Lauter akute Fälle heute, ich musste warten und setzte mich neben eine alte Frau, die mir auch sehr krank vorkam.

Aber plötzlich fing diese zu weinen an, auf meine Frage, ob es ihr so schlecht gehe, verneinte sie. Sie fing aber rasch zu plaudern an und erzählte mir, dass sie schon tagelang keine Ruhe mehr finde. Ihr Nachbar hat ihr angedroht seine beiden Kater zu erschlagen, wenn diese niemand nimmt. Warum sie die beiden nicht nimmt, fragte ich vorsichtig.

Sie habe schon 2 ältere Katzendamen, kann sich aufgrund des kleinen Einkommens das sie hat, keine Katze mehr leisten. Der Herr der neben uns saß mischte sich ins Gespräch und meinte, er habe grad vorige Woche ein Katzenpärchen vom Tierheim geholt. Ich fragte die alte Dame, ob es noch kleine Katzen sind, denn für Ende Jänner konnte ich mir fast keine Babys vorstellen. Sie zeigte mir mit den Händen ein Maß und ich wusste, was ich tun MUSS.

Nach kurzer Gedankenpause fragte ich die alte Dame, ob sie mir die Adresse nennt. Da ich aber ein Neuling in dieser Gegend bin fuhr sie mit mir mit, bat jedoch einige Häuser vorher aussteigen zu dürfen. Ich rief noch schnell meinen TA an, nannte ihm die Adresse, und bat ihn, herzukommen.

Wenn ich wütend bin, bin ich ganz besonders tapfer, aus meinen 1 Meter 60 werden gut 2 Meter. Ich hatte dennoch Angst in den Socken. Als ich das Haus sah, wurde mir erstmal mulmig. Ein altes halbverfallenes Häusl  Aber ich war von meinem Vorhaben nicht abzubringen, was weiß ich, wer mir diese Kraft gab.

Ich klopfte fest an die Tür und trat aber sofort ein. Ich sah grad, wie ein alter, heruntergekommener Mann eine Tür zuschlug. Er sprach mich an, was ich hier zu suchen habe. Auf meine Frage, wo die beiden Katzen sind, meinte er, er habe keine Katzen, nur einen Hund, der kaum noch laufen konnte, der Arme zog eines seiner Hinterbeine nach. Von draußen hörte ich Hühner und Enten.

Ich verwickelte ihn in ein Gespräch stellte mich aber neben diese Tür. Es dauerte nicht lange, ich hörte hinter dieser Tür ein Poltern, er meinte noch, dass ist im Kohlenkeller, er hat Mausefallen aufgestellt.

Wahrscheinlich war jetzt mein Mut besonders stark, ich machte blitzschnell diese Türe auf, es stank erbärmlichst nach Aas. Vor mir kauerte ein helles Etwas. Ein Kohlenkeller, direkt vor mir lagen Flaschen rum, Berge von Müll, tote Ratten und die nicht zuwenig. Ich schnappte mir den Kleinen, drehte mich wortlos um, mein Ziel – die Haustür.

Den Kleinen schubste ich ins Auto auf die Rückbank, ich wollte nur weg.
Als ich das Haus im Rückspiegel nimmer sah, stoppte ich, ich hatte wahnsinniges Herzrasen und Angst. Erleichtert war ich, als ich sah, dass mein TA auch schon kam. Ich sagte ihm noch schnell, dass irgendwo ein zweiter Kater sein muß und es noch mehrere Tiere dort gibt.

Ich glaub der Kleine war so baff, er saß die ganze halbe Stunde Fahrt total ruhig unter der Rückbank. Zuhause sah ich mir erstmal an, was ich da rausgeholt hab aus diesem stinkenden Loch. Ein ca. 4-5 Monate alter Kater, total mit Kohlenstaub bedeckt, die Nasenflügel waren komplett schwarz, die Augen halb zu vor lauter Dreck. Ich badete den Kleinen zuerst, zu meiner Verwunderung ließ er sich dies aber gefallen. Ich rechnete mit kräftigster Gegenwehr.
Vorsichtig reinigte ich im die Augen, Nase und Ohren. Dann schaute ich mir mein Gegenüber mal genauer an. Aus dem hässlichen Entlein wurde ein Schwan.

Vor mir saß ein cremefarbener Kater, zwar noch nass aber total ruhig.Nach dem Trockengang gab ich ihm noch die Entwurmungspaste, ein Spot-On gegen Würmer, die Ohren wurden gereinigt. Mal sehen, dachte ich, ob er Hunger hat und ich konnte es kaum fassen. Er verdrückte eine 400g-Dose Carny in einer rekordverdächtigen Zeit, ich zeigte ihm das Kistchen, er fing wild an zu graben. Na ja, das kannte er wahrscheinlich noch vom Kohlenkeller.

Und was tat der kleine Kerl dann? Er fand meinen PC-Sessel sehr gemütlich, guckte mich mit großen, zufriedenen Augen an. Irgendwie kam mir der Kerl zu ruhig vor, oder ob er das Glück noch nicht fassen konnte? Die größte Überraschung allerdings war, dass ALLE meine Wohnungskatzen ihn nicht als Eindringling fanden, sondern ihn neugierig beschnupperten und ihn einfach akzeptierten, als wäre er immer schon da gewesen.

Am Nachmittag dann kam mein TA vorbei, er hatte sich den 2. Kater mitgenommen . Auch die anderen Tiere wurden dem Alten weggenommen. Ich denke, ein lebenslanges Tierhalteverbot brauchte man hier nicht zu beantragen. Er wird jedoch kontrolliert. Den Hund musste man allerdings erlösen, er war schon zu krank, irgendwie war ich aber doch froh, musste er sicherlich schon lange sehr leiden.

Ich nannte den Kleinen Happy, kein anderer Name hätte besser gepasst.
Happy dürfte nun so um die 17 Monate sein, er ist äußerst anhänglich, lässt mich nicht aus den Augen, schaut mir bei jeder Arbeit zu, schläft natürlich in meinem Bett und am Liebsten auf mir, ganz egal wie ich liege. Er ist sehr verspielt und man merkt ihm wirklich an, dass er mir total dankbar ist.
Sitze ich beim PC, liegt er auf meinem Schoß, ich muß drauf achten, dass ich ihn nicht beim Schlafen störe oder er gar runter fällt. Wenn er nicht will, dass ich schreibe, legt er sich ganz einfach auf die Tastatur, dann ist Kraulzeit angesagt.
Übrigens, Happy redet irre viel, und gibt auch Antwort.

Für mich ein ganz besonderer Kater, aber ICH LIEBE SIE ALLE, MEINE FELLCHEN!
















auch als Amme versuchte er sich:




grantig sein kennt er nicht, er teil nie heftig aus



 



Sie sind Besucher Nr.

Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!